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Hunger

Ich mache die Augen zu.

Heute muss es schnell gehen, schließlich habe ich immer viel zu tun.

Ich gehe in den Supermarkt.

An der Fleischtheke sehe ich dich.

Naja nicht dich, aber einen Teil von dir.

Ich mache die Augen zu und nehme dich mit.

Zu meiner großen Freude bist du sehr günstig.

Und natürlich gesund, wie alle immer sagen.

Ich brauche dich um zu überleben, wie alle immer sagen.

Natürlich habe ich schon viel über dich und deinesgleichen gesehen und gehört, 

von Leid und Ausbeutung.

Aber das ist nicht schlimm. Ich habe ja die Augen zu.

Zu Hause angekommen wasche und würze ich dich.

Ich lege dich in eine heiße Pfanne voller Öl.

Du spürst es ja nicht mehr, also ist das nicht weiter schlimm.

Auch die Schlachtungen heutzutage laufen, wie ich immer wieder höre human ab.

Ich mache die Augen zu.

Ich lege ein Paar Kartoffeln neben dich und übergieße dich mit Soße.

Ich bringe dich zum Tisch und setze mich.

Ich mache die Augen zu.

Ich esse dich.

 

Ich mache die Augen auf.

Heute muss es schnell gehen, schließlich habe ich immer viel zu tun.

Ich gehe in den Supermarkt.

An der Fleischtheke sehe ich dich.

Nicht dich, aber einen Teil von dir.

Ich mache die Augen auf und sehe, wie du dort hingekommen bist.

Ich sehe, was du alles hinter dir hast.

Ich kann deinen Schmerz nicht erahnen.

Hattest du ein leidvolles Leben? Und wenn nicht das, so weiß ich, dass dein Ende es war. Leid. Du wurdest betäubt, verbrüht, geschlachtet und zerteilt.

Jetzt liegst du hier. Die Würde des Menschen ist unantastbar heißt es. Deine war und ist es nicht.

Und ich kann nicht verstehen warum.

Und ich kann nicht verstehen, wer auf der Welt es wagen kann, uns alle in Kategorien einzuteilen. 

Lebenswert. Weniger Lebenswert.

Du warst ein Nutztier. Und das warst du, weil wir dich in diese Kategorie eingeteilt haben. 

Verzeih mir. Verzeih uns. 

Niemand kann erahnen, was wir dir und deinesgleichen antun.

Wir brauchen dich nicht um zu überleben, wie alle immer sagen.

Verzeih mir.

Ich gehe nach Hause.

Ich mache die Augen auf und gebe dir ein Versprechen.

Ich werde es nicht vergessen.

 


 

 

 

10.6.14 20:09


Willkommen!

“Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen, wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen.” (Leonardo da Vinci, italienischer Maler, Bildhauer und Universalgelehrter, 1452 – 1519)
 

 
Und damit Herzlich Willkommen!
Mein Blog startet heute, am 10.06.2014 und er startet, 
weil es so viel zu denken, zu sagen, zu tun gibt
und ich all das nicht mehr für mich behalten möchte.
In diesem Blog geht es um Leben,
um ein Leben miteinander.
Egal welcher Spezies wir angehören.
Ich werde versuchen, all das was mir wichtig ist mit Euch zu teilen,
Euch neue Wege zu zeigen
und selbst Neues von Euch zu lernen.
Vielen Dank fürs Reinschauen!
Wir können und wir müssen etwas verändern.
Es ist so einfach...
 
Bitte anschauen:




10.6.14 19:18


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